Konzern

Straßenbautechnik

 

Handbuch Sicherungstechnik

 

Im deutschen Straßenbau hat sich in den letzten Jahren viel verändert und die erforderlichen Sicherungsmaßnahmen gegen Verschiebungen sind nach den aktuellen Regelwerken des Straßen-, Landschafts- und Gartenbaus inzwischen als "Stand der Technik" anzusehen.

Diese Maßnahmen finden aber nicht nur im Straßen- und Verkehrswegebau ihr Anwendung, sondern sind auch im (privaten) Wohnumfeld zu berücksichtigen. 

Verschiebungen innerhalb der Pflasterflächen sind zwar anfangs nur eine optische Beeinträchtigung, können aber ganz schnell zu einem Problem werden, welches man nur mit hohem Material- und vor allem Kostenaufwand wieder beseitigen kann oder muss. galabeton bietet ab sofort eine einfache Lösung des Problems an:

galatakete (links Maxi, rechts Mini)

 

Für alle Anwendungsbereiche im „privaten“ Umfeld (Steindicken 60 – 100 mm) haben wir den galatakete Mini entwickelt. Seine Pylonen sind nur 50 mm hoch und eignen sich daher bestens für oben genannte Steindicken.

 

Wohnumfeld

Auch in den vermeintlich schwächer frequentierten Bereichen, im sogenannten Wohnumfeld, treten die unerwünschten Verdrehungen und Verschiebungen der Belagselemente auf. 

Die kritischen Gefährdungsbereiche sind hierbei z. B. stark benutzte Parkplätze (Taxi, Arzt, Bank, E-Ladeparkplätze). In den Wohnanlagen sind die Park- und Rangierbereiche oft die Teilbereiche, die deutliche Verschiebungen zeigen. 

Bei kleineren Privatbetrieben (Tischlerei, Schlosserei, Bauunternehmen) kommt es zu den entsprechenden schweren Anlieferprodukten mit „Sprinter“ 3,5 t oder Klein-Lkw bis 7,5 t. Das stellt auf diesen Pflasterflächen schon eine bedeutende Beanspruchung dar. Schnell gibt es einen fixen Entladepunkt mit gleichzeitigem Staplerverkehr. In diesen Bereichen sind zusätzliche Verschiebesicherungen nahezu unumgänglich. 

Neue und moderne Wohnanlagen können über abschüssige Zufahrten, wie z. B. Tiefgaragen, tiefer oder höher gelegenen Straßen, etc., verfügen. Hier gilt es nicht nur die geneigte Ebene mit zusätzlichen Verschiebesicherungen auszustatten, sondern auch die am Tiefpunkt liegende Rinne muss geschützt werden. Sie darf nicht zum Widerlager werden! Eine Verschiebeschutzreihe sollte der Rinne vorgelagert werden. 

Für weitere Bereiche wie Landhotel, private Wohnanlagen, Sondernutzungsflächen, etc. haben wir es dann immer noch mit einer Aus-/Einfahrt zu tun. Bremsen und Anfahren sind hier die kraftwirkenden Schub- und Torsionskräfte. 

 

Einbau

Da viele Betonpflastersteine mit angeformten werkseitigen Nocken geliefert werden, hat der galatakete Mini die spezielle Gabelung zur Aufnahme dieser Nocken. Somit sollte eine störungsfreie Verlegung bei den unterschiedlichsten Verbänden möglich werden.

Durch die Materialdicke des galatakete wird ein Zwangsfugenabstand von 5 mm immer gesichert. Eine Fugenfüllung mit dem entsprechenden Fugenfüllstoff ist sichergestellt.

Anzahl der Verschiebesicherungen

Hier lautet der Grundsatz: 

So wenig wie nötig, aber so punktgenau wie möglich. 

Nur gefährdete Bereiche müssen geschützt werden. 

 

Stark belastete Verkehrsflächen

Sollten jedoch Schwerfahrzeuge die Nutzungsflächen mit Belägen in ungebundener Ausführung beanspruchen, dann werden nach den allgemeinen Regelwerken die galatakete Maxi (Pylone H = 80 mm) unumgänglich. Dies ist allein durch die zu wählende Steindicke 100 mm - 160 mm begründet. 

Die entsprechende Steindicke muss der künftigen Belastung nach RStO 12 angepasst werden. Entsprechend der gewählten Steindicke ist der galatakete Mini oder der galatakete Maxi zu wählen.

 

Regelwerke

In den folgenden Regelwerken finden Sie hierzu wichtige Hinweise:

 

  • RStO 12 – was sind Gefährdungsbereiche
  • MFG der FGSV – wie muss ich die zusätzlichen Verschiebesicherungen einsetzen
  • FFL/ZTV Wegebau – Informationen zur Nutzungskategorie 3
  • ZTV Pflaster – Verlegung in Bewegungsrichtung mit Verschiebesicherung möglich