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Brückenbau auf der B100 – Erweiterung der Ortsumgehung Europachaussee

Am 17. Februar 2018 erfolgte der Einbau des Brückenbauwerks 12 über die B100. Als Erweiterung der Ortsumgehung Europachaussee in Halle (Saale) leitet die Maßnahme den Abschluss der Arbeiten aus Los 2 ein. Das gesamte Bauvorhaben der Ortsumgehung zur Entlastung der halleschen Innenstadt ist in vier Lose aufgeteilt. Die kürzlich eingebaute Brücke bildet das vierte Brückenbauwerk auf dem neuen Teil der Haupterschließungsstrecke, die alle von der GP Papenburg Verkehrswegebau GmbH, Niederlassung Ingenieurbau umgesetzt wurden.

Innerhalb von 30 Minuten wurde die vormontierte Brücke mit ihren roten Bögen an einem Samstagmorgen eingebaut. Mit Hilfe selbstfahrender Technik auf mehreren Achsen wurde die neue Brücke über die vollgesperrte B 100 eingeschoben. Trotz des Gewichts von 550 Tonnen wurde kein Kran, sondern mit dem Self-Propelled Modular Transporter die neueste Technik eingesetzt. Das selbstfahrende Modulfahrzeug mit mehreren Achsen, die über einen eigenen Antrieb verfügen, wird von einer Person gesteuert. In einem Zeitraffer-Video ist der Einbau gut nachvollziehbar und zeigt anschaulich die beeindruckende Leistung der Beteiligten unter Projektleiter Silvio Heymann und Bauleiterin Karin Kummer.

Das Stahlverbundbauwerk besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion, auf die Beton aufgebracht wurde. Das Brückengewicht setzt sich zusammen aus 195 Tonnen der Stahlkonstruktion des Bauwerks, 276 Tonnen Beton für die Platte sowie 79 Tonnen Betonstahl des Überbaus. Die 46 Meter lange und 11 Meter hohe Brücke ist zudem tiefgegründet auf 28 Stahlbetonbohrpfählen. Bislang ist die Fahrbahnplatte nur betoniert, aber noch nicht befahrbar. Die Abdichtung, also der Fahrbahnbelag, fehlt noch. Die abschließenden Arbeiten, um die Brücke fahrtauglich zu machen, dauern nun planmäßig noch bis Mai 2018. Dann schließen sich die Arbeiten aus Los 3 und 4 an.

01.03.2018