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Neugestaltung Quartier Große Brauhausstraße/ Rannische Straße, Halle (Saale)

Ein Quartier erwacht zum Leben. Der Gebäudekomplex Große Brauhausstraße 15-17 und Waisenhausring 1a-2 lag lange im Dornröschenschlaf. Mit dem Abriss eines Gebäudes, das durch Setzungen im Untergrund unsanierbar war, und eines Zwischenbaus soll nun Platz für eine attraktive Neubebauung geschaffen werden.

Zur Neugestaltung des Quartiers lobte die Bau- und Verwaltungsgesellschaft mbH, als Eigentümerin der Immobilie, bereits im November 2017 einen privaten, nichtoffenen Architektenwettbewerb aus. Die eingereichten Entwürfe der fünf Architekturbüros werden nun seit Freitag, den 06.04.2018 im Ratshof, 2. Etage, Marktplatz 1, Halle (Saale) im Rahmen einer öffentlichen Ausstellung präsentiert. Zur feierlichen Eröffnung begrüßte Angela Papenburg die Preisträger des Wettbewerbs und übergab ihnen die Siegerurkunden.

Anhand der Bewertungskriterien „Städtebauliche Einfügung unter besonderer Würdigung denkmalgerechter Belange; Freiraumqualität; Funktionalität;  Architektonische Qualität; Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit“ wurden die eingereichten Entwürfe der regional ansässigen Architekturbüros von einer siebenköpfigen Fachjury bewertet. Dabei erhielt der Gewinner, klm-Architekten aus Leipzig, 10.000 Euro, der Zweitplatzierte, Behzadi + Partner ebenfalls aus Leipzig, 6.000 Euro und die Drittplatzierten, eine Arbeitsgemeinschaft von Architekten (Michael Peitz, capellerarchitekten, Großmann Architektur und DÄRR Landschaftsarchitekten) aus Halle (Saale), 4.000 Euro Preisgeld.

Als Sachpreisrichter waren die Geschäftsführer der GP Günter Papenburg AG Klaus Papenburg und Angela Papenburg sowie Frank Heinze, Geschäftsführer der GP Papenburg Hochbau GmbH tätig. Für eine abschließende Bewertung wurde Dr. Sabine Meinel (Abteilung Bau- und Kunstdenkmalpflege, Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie) als Sachverständige hinzugezogen.

Das Preisgericht empfahl dem Auslober, die Arbeit mit dem Gewinner zur Grundlage der weiteren Bearbeitung zu wählen. Der Entwurf von klm-Architekten überzeugte die Jury, weil u.a. das geplante Gebäude sich besonders verträglich in die vorhandene Bebauung einfügt. Stellflächen wurden so einkalkuliert, dass großzügige, gut gestaltete Freiräume im Innenhof des Gebäudekomplexes verbleiben. Die geplanten Wohnhäuser weisen gut geschnittene und lichtdurchflutete Wohnungen auf und können mit einer zurückhaltenden, eleganten Fassadengestaltung punkten. Im Erdgeschoss besteht die Möglichkeit der Schaffung von Gewerbeflächen.

Seit Ende Februar 2018 hat die GP Günter Papenburg Unternehmensgruppe die neueste Maschinentechnik aufgefahren, um innerhalb von sechs Wochen den Abriss der bestehenden Altbausubstanz in der Großen Brauhausstraße, Ecke Rannische Straße durchzuführen. Auf dem entstehenden Baugrundstück von 55 Metern Breite und 14 Metern Tiefe werden zwei neue Wohngebäude in Halles südlicher Innenstadt errichtet. Das Quartier bietet aufgrund seiner Anbindung an die bestehende Infrastruktur gute Voraussetzungen für innerstädtischen Wohnraum. 

12.04.2018